Im Januar 2010 besuchte ich die Championshow in Utrecht. Angereist war ich mit dem Gedanken eventuell 2 Roborowskis mitzunehmen. Ich suchte auf der Show eigentlich nach einer Ausrede dafür. Die war schnell gefunden. In einer Kiste waren etwa 40 Robokinder - na da wird es nicht auffallen wenn zwei nach Berlin ziehen :) - so zogen
Steffi Lee (links) und Suzie Q (rechts) ein.


Was mich an Roborowskis sehr reizt ist, dass es möglich ist sie zu Vergesellschaften. In unserem Fall leben 2 Weibchen seit sie Babies sind zusammen. Das Sozialverhalten ist sehr interessant zu beobachten. Tiere die in ihrer Jugend gut miteinander auskommen können sich später zerstreiten. Aus diesem Grund sollte man sich nur mehrere Robos anschaffen, wenn man auch den Platz hat, im Fall des Falles die Tiere zu trennen und sie einzeln zu setzen. Unsere Robos leben jetzt 5 Monate zusammen ohne irgendwelchen Streit. Um sicher zu stellen, dass erst gar kein Anlass für Streit gibt, sollte man begehrenswerte Artikel wie z.B. Laufräder doppelt anbieten. Oft wird geraten auch Häuschen doppelt anzubieten. Dies finde ich unnötig. Meine Robos haben zwar verschiedene Häuschen im Gehege - diese werden aber nicht zum schlafen genutzt sondern zum spielen und verstecken. Geschlafen wird zusammen unterirdisch. Das ist auch wichtig, den die Robos sollen zusammen sein. Oft wird auch dazu geraten Robos ist einem möglichst großen Gehege zu halten (über 150cm lang). Dazu kann ich nicht raten. Unsere Robos fingen in einem 1m mal 40cm Becken an und sind vor kurzem in eins von 110cm x 55cm umgezogen. Um miteinander auszukommen, ist es nötig dass sich die Robos fortlaufend begegnen. Ein zu großes Gehege von Anfang an, kann dazu führen dass die Robos eigentlich einzeln in ihrem eigenen Terratorium leben und sich dadurch als Feinde verstehen. Dieses Verfremdeln kann auch passieren wenn man einen kranken Robo alleine zum Tierarzt nimmt. Der andere Robo erkennt ihn bei Rückkehr nicht wieder. So hat man sein Roboproblem selbst gemacht - wären beide zum Tierarzt gegangen wäre alles gut gegangen. Ich gebe meinen Robos auch beim Füttern keinen Anlass für Streit. Futter wird im Käfig verstreut - jeder kriegt das was er braucht ohne sich dafür zanken zu müssen.
Unseren Robos geht es zusammen gut. Sie schlafen zusammen und radlen öfters zusammen in einem Rad, auch wenn sie es nicht müssten! Das kann sich natürlich ändern - muss aber nicht. Robos machen Spaß!